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TALENT-net Partner Spotlight – Suzan Scheffen: Connecting talent with global opportunities
Der Seminarraum an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg füllt sich langsam. Zwischen Laptops, Notizblöcken und Kaffeebechern diskutieren internationale Studierende über ihre Zukunft in Deutschland. Viele von ihnen kommen aus den MINT-Bereichen – Ingenieurwesen, IT oder Naturwissenschaften. Einige bringen bereits mehrjährige Berufserfahrung mit, manche sogar einen MBA oder weitere akademische Abschlüsse.
Und trotzdem sind sie noch einmal nach Deutschland gekommen. Nicht, weil ihnen Qualifikationen fehlen würden. Sondern weil sie ihre Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt verbessern wollen – und weil Deutschland für viele als Innovationsstandort, Karrierechance und Zukunftsperspektive gilt. Doch genau an diesem Punkt entscheidet sich oft, ob internationale Fachkräfte langfristig bleiben oder weiterziehen.
- Wie funktioniert der deutsche Arbeitsmarkt wirklich?
- Welche Erwartungen haben Unternehmen?
- Und wie gelingt Integration – beruflich und persönlich?
Im Raum wird es ruhiger, als Suzan Scheffen beginnt zu sprechen. Erst auf Englisch. Dann plötzlich auf Arabisch. Ein kurzer Moment der Überraschung. Danach lösen sich sichtbar Spannungen. Gespräche werden offener, Fragen persönlicher. Es geht plötzlich nicht mehr nur um Bewerbungen oder Karriereplanung.
Es geht um Vertrauen. Und genau dort beginnt die Arbeit von Suzan Scheffen – internationale Talente nicht nur fachlich, sondern auch kulturell beim Ankommen zu begleiten und Unternehmen den Zugang zu internationalen Potenzialen zu erleichtern. Denn erfolgreiche Fachkräftegewinnung beginnt oft lange vor dem ersten Arbeitstag.
Die Arbeit von Suzan Scheffen bewegt sich zwischen unterschiedlichen Welten: hochqualifizierte internationale MINT-Absolvent:innen in Deutschland, Fachkräfte in Ägypten mit dem Wunsch nach besseren beruflichen Perspektiven sowie Unternehmen, die dringend nach Talenten suchen. Diese Welten miteinander zu verbinden, wird zunehmend zum Wettbewerbsvorteil.
Im Auftrag verschiedener deutscher Institutionen reist Suzan Scheffen regelmäßig nach Ägypten, begleitet Fachkräfte, berät internationale Studierende und unterstützt Unternehmen dabei, internationale Talente besser zu verstehen und nachhaltig zu integrieren. Darüber hinaus coacht und begleitet sie Führungskräfte in Deutschland im Bewerbungsprozess und erkundet gemeinsam mit ihnen den verdeckten Arbeitsmarkt. Damit entsteht ein Netzwerk zwischen internationalen Märkten, Institutionen, Talenten und Unternehmen. Ein Ansatz, der TALENT-net auszeichnet: globale Entwicklungen verstehen, Potenziale erkennen und Verbindungen schaffen – bevor Fachkräftemangel zur Wachstumsbremse wird.
Internationale Kooperationen & Netzwerke
Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer: Schnittstelle zwischen deutscher und ägyptischer Wirtschaft – Förderung wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Fachkräfteentwicklung.
DAAD: Fördert internationale akademische Zusammenarbeit, Stipendienprogramme und wissenschaftlichen Austausch.
Goethe-Institut: Internationale Vermittlung deutscher Sprache und Kultur sowie Vorbereitung auf Bildung und Arbeitsmarkt in Deutschland.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Praxisorientierte Hochschule mit starkem Fokus auf internationale Studierende und Fachkräfteentwicklung.
„Perfektes Deutsch darf nicht wichtiger sein als enormes fachliches Potenzial – sonst verlieren Unternehmen genau die Talente, die sie dringend brauchen.“
Sprache als unsichtbare Hürde
Viele internationale Talente bringen genau die Qualifikationen mit, nach denen Unternehmen dringend suchen: MINT-Abschlüsse, Forschungserfahrung, internationale Berufspraxis – häufig ergänzt durch weitere akademische Qualifikationen.
Und trotzdem scheitert der Einstieg oft an einem Punkt: der Erwartung nahezu perfekter Deutschkenntnisse. Obwohl viele Kandidat:innen fließend Englisch sprechen und fachlich hervorragend qualifiziert sind, werden sie häufig frühzeitig ausgeschlossen.
Die Folge: Deutschland verliert Potenziale – nicht aufgrund fehlender Kompetenz, sondern aufgrund hoher Eintrittshürden. Suzan Scheffen erlebt in ihren Workshops immer wieder, dass hochqualifizierte Absolvent:innen deshalb ihre berufliche Zukunft eher in anderen Ländern sehen. Dabei zeigt die Praxis: Sprache entwickelt sich oft dort am stärksten, wo Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen und Teil eines Teams werden.
Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Unternehmen, die internationale Talente langfristig gewinnen möchten, profitieren von einem Perspektivwechsel:
1. Sprachentwicklung als Prozess verstehen
Potenzial und Lernbereitschaft stärker bewerten als sprachliche Perfektion.
2. Englisch als Brückensprache nutzen
Gerade in MINT-Bereichen oder internationalen Teams kann Englisch Integration beschleunigen.
3. Interkulturelles Onboarding etablieren
Integration beginnt nicht mit Prozessen, sondern mit Orientierung.
4. Internationale Talente strategisch begleiten
Netzwerke, Mentoring und Karriereperspektiven schaffen langfristige Bindung.
5. Recruiting globaler denken
Internationale Talentpools und Kooperationen werden zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.
Business Impact: Was Unternehmen gewinnen
Die Verbindung aus internationaler Führungserfahrung, interkultureller Kompetenz und Zugang zu unterschiedlichen Bildungs- und Arbeitsmärkten schafft konkrete Mehrwerte:
✓ Verständnis internationaler Talentmärkte und Karrierewege
✓ Zugang zu Netzwerken zwischen Hochschulen, Institutionen und Fachkräften
✓ Unterstützung bei Integration und langfristiger Bindung internationaler Mitarbeitender
✓ Impulse für Recruiting, das Potenzial stärker berücksichtigt als reine Passung
✓ Orientierung an den Schnittstellen zwischen Kultur, Sprache und Unternehmenspraxis
✓ Perspektiven auf internationale Entwicklungen, die Unternehmen frühzeitig nutzen können
Der Mehrwert entsteht dort, wo internationale Erfahrung auf konkrete Herausforderungen von Unternehmen trifft.
„Internationale Karrieren entstehen dort, wo fachliche Kompetenz auf kulturelles Verständnis, Orientierung und echte Perspektiven trifft.“
Suzan Scheffen verbindet mehr als 30 Jahre internationale Führungs- und Managementerfahrung mit Executive Coaching, interkultureller Kompetenz und Expertise in der internationalen Fachkräfteintegration. Über 25 Jahre war sie in einem japanischen Technologiekonzern tätig – davon 14 Jahre in Deutschland, neun Jahre in England sowie zwei Jahre in Belgien mit Verantwortung für das europäische TV-Produktmarketing. Diese langjährige internationale Führungserfahrung bildet das Fundament ihrer heutigen Arbeit.
Weitere Führungspositionen führten sie in internationale Handels- und Beratungsunternehmen. Als CEO verantwortete sie den Markteintritt des amerikanischen Unternehmens Ace Hardware in Ägypten – in einer politisch und wirtschaftlich herausfordernden Phase nach dem Sturz Mubaraks. In ihrer Funktion als CMO des größten Handelskonzerns des Landes leitete sie unter anderem M&A-Projekte sowie die Zusammenarbeit mit britischen Investoren im Zuge der Einführung von E-Commerce im ägyptischen Markt.
Ihre beruflichen Stationen führten sie durch Europa und den Nahen Osten – von internationalen Konzernen über den Mittelstand und öffentliche Institutionen bis hin zu Start-ups und Beratungsmandaten. Diese Vielfalt ermöglicht ihr einen praxisnahen Blick auf internationale Märkte, kulturelle Dynamiken und unternehmerische Transformationsprozesse.
Heute begleitet sie Führungskräfte, internationale Studierende und Fachkräfte bei beruflicher Neuorientierung, Karriereentwicklung und der erfolgreichen Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung zwischen Ägypten und Deutschland – von interkulturellen Recruiting-Prozessen bis zur Vorbereitung internationaler Talente auf Leben und Arbeiten in Deutschland.
Seit 2017 ist sie Teil des TALENT-net Kompetenznetzwerks und steht beispielhaft für einen Ansatz, der internationale Managementerfahrung, interkulturelle Kompetenz und strategische Orientierung verbindet. Suzan Scheffen schafft Verbindungen dort, wo unterschiedliche Arbeitsmärkte, Kulturen und Erwartungen aufeinandertreffen – und eröffnet damit neue Perspektiven für Menschen, Unternehmen und internationale Kooperationen.




